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Herbarium MSB

Das Herbarium der LMU (Akronym: MSB) umfasst ca. 200.000 Gefäßpflanzen mit einem Schwerpunkt bei den Blütenpflanzen.

Bedeutendster Zugang war 1991 das Privatherbar von Prof. Dr. Dietrich Podlech mit ca. 100.000 Belegen. Seine Sammlung umfasst besonders Arten aus Afghanistan und Nordafrika sowie die Gattung Astragalus L. (Fabaceae) mit zahlreichen Typen. Weitere Zugänge gab es von PD Dr. Matthias Erben (Sammlungen aus dem Mediterrangebiet und Limonium) und Prof. Dr. Hans-Jürgen Tillich (Araceen). Wichtige neuere Zugänge waren die Herbarien von Dr. Bernhard Dickoré (Sammlungen aus der Himalaya-Region) und Prof. Dr. Helmut Freitag (Sammlungen aus Afghanistan und angrenzenden Ländern).

Ein Herbar dient einerseits zur Bestimmung von Pflanzen (durch Vergleich mit bereits benanntem Material), andererseits zur Dokumentation der zu einer Zeit an einem Ort vorkommenden Arten. Auch Blüte- und Fruchtzeiten werden so belegt. Wie jedes Herbar, so liefert auch MSB Daten für die ökologische Forschung, den Naturschutz, den Pflanzenschutz und zahlreiche andere Bereiche einschließlich Kulturgeschichte und Medizin.

Leihverkehr

Der Leihverkehr von MSB (siehe „loan regulations“) wird gemeinsam mit M (Botanische Staatssammlung München) abgewickelt. Wenn Sie Belege von MSB ausleihen möchten, erhalten Sie gegebenenfalls auch Belege von M. Haben Sie Ihren Ausleihwunsch an M gerichtet, erhalten Sie, falls vorhanden, auch Belege von MSB.

Kontakt

Herbarium MSB
Ludwig-Maximilians-Universität München
Menzinger Straße 67
80638 München

Direktorin
Prof. Dr. Susanne Renner
Telefon: 089 17861-250
Telefax: +49 89 172638
E-Mail:  renner@lrz.uni-muenchen.de

Kurator
Dr. Hans-Joachim Esser
Telefon: 089 17861-264
E-Mail:  esser@bsm.mwn.de

Zur Geschichte der Herbarien in München

Die Herbarien der Botanischen Staatssammlung und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), mit den internationalen Kürzeln M und MSB, umfassen circa 3.2 Millionen getrocknete Pflanzen, Pilze und Flechten. Die Sammlung geht zurück auf das Jahr 1807, als die Königliche Bayerische Akademie der Wissenschaften von König Maximilian I. Joseph sein Naturalienkabinett mit botanischen, zoologischen, anthropologischen und mineralogischen Sammlungen zugesprochen bekam. Schon bald wurden diese Sammlungen getrennt, und die eigentliche Geburtsstunde des Münchner Herbars ist damit das Jahr 1813. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Franz von Paula Schrank – Mitglied der Akademie und erster Vorstand des 1812 eröffneten botanischen Gartens – die Direktion des Herbarium Regium Monacense. Das Herbar war damals in den Räumen des Akademie-Gebäudes (Wilhelminum) untergebracht. Nach Schranks Tod übernahm Carl Friedrich Philipp von Martius – durch seine Brasilienreise als hervorragender Naturkundler und Organisator ausgewiesen – die Leitung des Königlichen Herbars und Gartens. Das Herbar war dabei stets Teil der Akademie. Die spätere Ludwig Maximilians Universität befand sich noch bis 1826 in Landshut, wo Richard Schultes 1809 ein Universitätsherbar gegründet hatte. Mit der Verlegung der Universität nach München erhielten die Akademie und die Verwaltung der wissenschaftlichen Sammlungen neue Statute. Die Sammlungen sollten nunmehr vorwiegend den Bedürfnissen des Unterrichts an der Universität dienen. So wurde das aus Landshut mitgebrachte Universitätsherbar mit dem Herbarium Regium Monacense vereint, und wie auch seine Nachfolger, war Martius damit nicht nur Direktor der nun vereinten Herbarien und des Botanischen Gartens, sondern auch ordentlicher Professor für Botanik an der Universität.
Von 1865 bis 1913 war das Herbar in der Karlstraße 29 (Ecke Luisenstraße) untergebracht, von wo es dann 1913 in das neue Gebäude der Botanik in der Menzinger Straße 67 verlegt wurde. Das Institut für Systematische Botanik und Mykologie der Fakultät für Biologie gründete dann 1991 wieder ein eigenständiges Universitäts-Herbar (MSB), das in den Räumen der Botanischen Staatssammlung (Herbar M) untergebracht ist. 2006 wurden Kompaktoren installiert, in denen das Material platzsparender untergebracht werden konnte. Seit seiner Gründung wächst das Herbar durch die aktive Forschung und die dazugehörenden Sammelreisen von Professoren und Studierenden stetig.

Stand: 01.08.2016