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Inkulturnahme, züchterische Bearbeitung und Etablierung neuer Heilpflanzenarten für die bayerische Landwirtschaft, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt werden.
Seit 1999 wird am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) über den dokumentierten und kontrollierten Feldanbau ausgewählter Heilpflanzen, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) Verwendung finden, geforscht. Beteiligt an diesem von dem Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Bomme geleiteten interdisziplinären Forschungsprojekt sind Fachleute aus den Bereichen Medizin (Dr. Friedl, DECA), Pharmakognosie (Prof. Dr. Bauer, UNI Graz), Botanik (Prof. Dr. Heubl, LMU) und Sensorik (Frau Dr. Torres Londono, Fa. Kräuter Mix). Damit ist gewährleistet, dass nicht nur der Ertragsaspekt, sondern genauso die Belange der botanischen Charakterisierung und Identifizierung des Pflanzenmaterials, das Inhaltsstoffmuster, die sensorische Qualität und die Wirkungsweise dieser Pflanzen Berücksichtigung finden. Aufgrund der teilweise erfreulichen ersten Kultivierungsergebnisse könnte sich eine weitere Anbaunische für heimische Landwirte ergeben. Gleichzeitig würde ein solcher dokumentierter Anbau auch große Vorteile für die Arzneimittelsicherheit und die allgemeine Qualität der Produkte.
→ Fachexkursion nach China
Unsere Arbeitsgruppe widmet sich in diesem Projekt vor allem der botanischen Bestimmung der im Anbau befindlichen Arten. Neben den morphologisch-anatomischen und karyologischen Analysen kommen vor allem auch Methoden der DNA-Sequenzierung sowie Fingerprintanalysen (ISSR, PCR-RFLP, ARMS) zur Charakterisierung der Taxa zum Einsatz.
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